Die Vollkommenheit der Natur III
Die letzten Arbeiten der Serie Die Vollkommenheit der Natur
Mit diesen drei Objekten findet die Werkserie Die Vollkommenheit der Natur ihren Abschluss. Die Steinplatten wurden über lange Zeiträume von den Kräften der Natur geformt – Druck ließ sie sich wölben, spalten und ihre charakteristischen Strukturen ausbilden. Sie sind Zeugnisse geologischer Prozesse, deren ästhetische Qualität keiner menschlichen Gestaltung bedarf.
Ich entdeckte beide Findlinge auf einer meiner zahlreichen Wanderungen. Dadurch sind sie untrennbar mit meiner eigenen Biografie verbunden und markieren den Moment, in dem persönliches Erleben und natürliche Form aufeinandertreffen.
Die Vergoldung folgt nicht dem Wunsch nach Veredelung. Sie macht vielmehr die feinsten Reliefs,Bruchlinien und Sedimentstrukturen sichtbar und lenkt den Blick auf die im Stein eingeschriebene
Geschichte. So wird die natürliche Form selbst zum Gegenstand der Betrachtung – als Ausdruck einer Vollkommenheit, die allein aus den Kräften der Natur hervorgegangen ist.
Das Objekt ist Träger von Bedeutung.
Ein Alltagsgegenstand wird zum Kunstobjekt, wenn er in einen neuen Bedeutungszusammenhang gestellt wird. Entscheidend ist nicht das Material selbst, sondern die Idee und die Handlung, die damit verbunden sind. Joseph Beuys
© Christoph Cattaruzza